Landjugend Projektmarathon

Projektmarathon 2022


Am Freitag, den 09. September 2022 startete die Landjugend Weistrach mit dem Projektmarathon. Um 18 Uhr wurde das Projekt von Bürgermeister Erwin Pittersberger und Sabine Schachermayer übergeben. Die Zeit lief – 42,195 Stunden hatten wir Zeit, damit wir unser Projekt fertigstellten. Unsere Aufgabenstellung war, ein Spielhaus für den Garten der Weistracher Volksschule zu bauen, welches jedoch auch öffentlich genutzt werden kann. Außerdem sollten wir, sofern noch Zeit übrigbleibt, einen Fahnenmasten für das Spielhaus sowie Sitzgelegenheiten für den Spielplatz errichten. Wenn danach noch immer Zeit übrigbleibt, wurde uns aufgetragen, Obstbäume, nach Abklärung mit den Besitzern, mit einem gelben Band zu kennzeichnen, welche dann für die Bevölkerung frei zur Verfügung stehen.
Einer der ersten Schritte war, dass wir uns in Teams aufteilten: Medienfüchse, Küchenkatzen, Kreativmäuse, Holzwürmer, Ingenieurhasen, Fahrzeugstiere und Handwerkbären. Danach wurde sofort mit der Planung begonnen, während unsere Küchenkatzen uns mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgten und die Medienfüchse mit der Medien- und Pressearbeit starteten.


Nach der Planung erfolgte rasch die Umsetzung unseres Spielhauses. Die Handwerkbären stellten ihre Fähigkeiten unter Beweis und schnitten, hobelten, schleiften und schraubten was das Zeug hielt. Der Grundbau des Hauses konnte somit in der Nacht noch fertiggestellt werden und danach wurde sogar mit dem Bau des Daches noch begonnen. Zwischendurch stärkten wir uns wieder mit einer Jause, damit wir wieder voller Elan weiterarbeiten konnten. Unsere Kreativmäuse begannen danach Werbung für die Präsentation zu erstellen und gestalteten ein großes Plakat, welches während einer Nacht- und Nebelaktion am Geländer des Kreisverkehrs befestigt wurde. Auch die Online- und Pressearbeit nahm einen großen Teil unserer Arbeit ein, da zahlreiche Beiträge für Social Media Kanäle wie Instagram und Facebook erstellt werden mussten und auch Blog-Einträge geschrieben und Fotos bearbeitet werden mussten. Doch als es nun schon sehr spät wurde, entschlossen wir uns Werkzeug, Laptops, Handys und Co. für eine Weile zur Seite zu legen und eine kurze Schlafpause einzulegen.


Am nächsten Tag ging es jedoch bereits früh wieder los. Der ein oder andere hatte zwar noch ein verschlafenes Gesicht, doch wir waren wieder voller Motivation, damit unsere Weistracher Hüttengaudi ein voller Erfolg werden kann. Nach einer kurzen Besprechung wurde der Bau des Daches fortgesetzt und sogar mit Teerpappe abgedichtet. Währenddessen wurde auch das Fundament für das Spielhaus angelegt, wo wie wild gebaggert, Steine zugeschnitten und Beton gemischt wurde. Zusätzlich pflanzten wir auch noch Beerensträucher, wovon die Volksschulkinder künftig naschen können. Nun musste nurmehr darauf gewartet werden, dass der Beton trocken wird, um das Spielhaus darauf platzieren zu können.
Während die Handwerkbären sehr fleißig mit dem Spielhaus und Fundament beschäftigt waren, teilten sich die Kreativmäuse und Küchenkatzen in kleinere Gruppen ein, um mit der Zusatzaufgabe zu starten. Sie fuhren quer durch Weistrach und erkundigten sich, wo gelbe Bänder auf Obstbäumen aufgehängt werden durften. Dank der Unterstützung vieler Weistracher konnten wir auf zahlreichen Bäumen Bänder anbringen, wo nun für Wanderer und Radfahrer Obst zur Verfügung steht.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es in die nächste Runde. Für die Beerensträucher wurden von den Kreativmäusen Schilder entworfen und auch mit der Planung der Dekoration für das Haus begonnen. Dafür wurden Blumentöpfe besorgt, damit das Spielhaus gemütlich und einladend wirkt.
Zusätzlich wurde auch noch die Fahne für den Fahnenmast gestaltet, wo sich die Kreativmäuse austoben konnten. Zugleich machten sich die Handwerkbären an die Arbeit, Sitzgelegenheiten für den Spielplatz zusammenzubauen. Dem Spielhaus wurde nun auch der letzte Schliff verschaffen. Es wurde säuberlich geputzt und alles für den bevorstehenden Transport vorbereitet. Selbstverständlich mussten auch noch die Werkzeuge und die Werkstatt zusammengeräumt werden, doch auch hier galt das Motto „viele Hände-schnelles Ende“. Danach wurde auch schon das Spielhaus zum Spielplatz transportiert und mit größter Vorsicht aufgestellt.


Am Sonntag Vormittag wurde das Spielhaus mit Blumen und Schildern dekoriert. Danach wurde für die Präsentation aufgebaut. Um 13:30 war es dann soweit. Lukas Pfaffeneder und Anna Bruckschwaiger erzählten souverän von den vergangenen 42,195 Stunden. Es wurde fleißig applaudiert und die Präsentation kam super bei den Gästen an. Danach ging es nach draußen, wo das Spielhaus von unserem Diakon Wolfgang Tüchler gesegnet wurde. Als Abschluss wurde dann noch das Absperrband von unserem Bürgermeister Erwin Pittersberger feierlich durchgeschnitten und die ersten Kinder erkundeten gleich ihr neues Reich.


Es freut uns, dass das Projekt bei der Bevölkerung so gut ankommt und die Kinder Spaß damit haben. Als Ausklang schenkten wir noch Getränke aus und bereiteten Bosna zu. Ein langes und erfolgreiches Wochenende geht somit zu Ende.